Spätsommer im Elbsandsteingebirge
Die Wetterprognose für den 24.08.2016 war gut, ein sehr heißer Sommertag wurde voraus gesagt, der vorangegangene Tag war etwas kühler und die Nacht war sternenklar.
Für mich hieß es deshalb - Wecker stellen auf 04.00 Uhr und ab in die Sächsische Schweiz, denn der Sonnenaufgang war nach meiner FotoApp 06.08 Uhr.
Ich war früher dran, was wohl daran gelegen hat, dass ich vor solchen Fotoaktionen immer etwas ungeduldig bin und es kaum erwarten kann. So meine Abfahrt aus dem noch im Tiefschlaf liegenden Pirna so, dass ich gegen 04.00 Uhr bereits vor Ort war. Schon auf dem Weg erschwerte der Nebel in den leuchtenden Strassenlaternen die Sicht, es war sozusagen angerichtet.
Zu dieser Stunde hatte ich die Bastei noch für mich, nur die Greifvögel in den Bäumen machten sich bemerkbar. Ich checkte die Lage, leider war die Aussichtsplattform des Basteifelsens gesperrt (soll daran liegen, dass der Sandstein so langsam sanierungsbedürftig ist) und nach guter alter deutscher Manier war tatsächlich ein Bauzaun aufgestellt und entsprechend verschlossen - kein Durchkommen. Der Nebel war auch so stark, dass ich zunächst nichts erkennen konnte. Einen anderen Aussichtspunkt hatte ich aber im Hinterkopf (vom Restaurant zur Basteibrücke gehend führt links vor der Brücke ein Weg zu einer weiteren Aussicht).
Kurz nach 05.00 Uhr ging die blaue Stunde zu Ende und die goldene Stunde machte sich mit einem rötlichen Streifen am Horizont bemerkbar. Es war Zeit für mich und die oben beschriebene Aussicht war die richtige Wahl. Immer noch war ich allein und vor mir die Sandsteinfelsen der Basteiregion , die Basteibrücke selbst und etwas weiter entfernt der Lilienstein im Nebel - Wahnsinn!!!!
Kaum hatte ich mein Stativ positioniert kam ein tschechischer "Kollege" und ich war nicht mehr allein.
Zum Sonnenaufgang selbst waren ca. 10-15 Gleichgesinnte auf der kleinen Aussicht und es klickten die Verschlüsse, jeder war irgendwie mit sich beschäftigt und von diesem Naturschauspiel fasziniert. Das Zeitfenster war auch knapp, denn der Nebel wurde stärker und "unsere" Motive nicht mehr sichtbar.
Nun kam die Tugend der Fotografen - das Abwarten - ins Spiel! ....und tatsächlich, mit der weiter aufsteigenden Sonne wurde die Sicht besser, der Nebel blieb und tauchte die Felsen in ein magisches Licht.
Als der glühende Sonnenball in seinem vollen Umfang den Horizont überschritten hatte war dann Schluss. Ein sehr gelungener Tagesanfang!!
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